TTIP im Heimathaus

Natürlich haben wir die TTIP-Veranstaltung der SPD besucht. Leider war die Veranstaltung nur mäßig besucht; in erster Linie waren SPD-Genossen und Genossinnen vor Ort. Inklusive einigen neugierigen/engagierten Bürgern waren es wohl um die 25.

Die Referentin, Christina Kampmann (35), hinterließ auf uns einen sehr sympathischen und netten Eindruck. Während ihres Vortrages wies sie darauf hin, dass sie noch recht neu im Bundestags-Geschehen ist (seit 09/2013) und sich erst noch hineinfinden muss.  Das „Hineinfinden“ nahm man leider auch im Vortrag bzw. der Präsentation wahr, da der Vortrag sehr SPD-fokussiert daher kam, wenn wir auf den TTIP-Vortrag von Herrn Neurohr letzte Woche in Gütersloh zurückblicken. Während des Vortrags von Frau Kampmann hatte man das Gefühl, dass sie im Wesentlichen der Parteilinie folgte und dabei ein paar eigene Akzente (Datenschutz) ergänzte.

Der Vortrag war zwar nett und kurzweilig aber in der Sache viel zu seicht. Herr Neurohr in Gütersloh, in der Sache wesentlich kundiger, hat den Bürger viel mehr bei seinen Sorgen/Fragen abgeholt. Während Frau Kampmann mehr einen groben oberflächlichen Abriss gezeichnet hat, hat Herr Neurohr gezielt viele wichtige, schwierige und gefährliche Dinge von TTIP leicht verständlich einem roten Faden folgend mit Beispielen aufgezeigt.

Aber Frau Kampmann gab selber ganz offen zu, dass sie auf die Mithilfe des Bürgers angewiesen ist, um in Sachen TTIP gute Ergebnisse zu erzielen. Und natürlich finden auch wir, dass Demokratie von Teilnahme und Beteiligung lebt, aber dennoch fühlen wir uns bei einem Kenner wie Herrn Neurohr irgendwie etwas besser aufgehoben, wenn es um so große Themen wie TTIP geht. Im Vergleich zu Frau Kampmann spürte man bei Herrn Neurohr deutlich mehr die große innere Motivation, der Sache tief auf den Grund zu gehen und für den Bürger transparent zu machen. Bei Frau Kampmann hatte man mehr das Gefühl, TTIP ist halt eines ihrer Themen mit dem sie sich als Bundestagsabgeordnete bei einer derzeitigen Diätenhöhe von knapp 9.000,- € politisch korrekt befassen muss.

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