Monatsarchiv: Oktober 2014

Hintergrund – Flächenfraß

Um sachlich und konstruktiv zu reflektieren, um dann niveauvoll und umfassend mitreden zu können, braucht es Grundlagen. Eine ebenso engagierte „Initiative“ wie wir aus dem Nachbarort Gütersloh ist da vielfältig unterwegs und informiert uns hin und wieder über für uns interessante Termine, wie z.B. über diesen Termin:

Flächenfraß, Konversion und Klimaschutz – Erfahrungen eines Bürgermeisters, Borgholzhausen, 29.10.14, Rathaus 19:30 Uhr

(click)

Zuschrift (zensiert)

 

Leider haben wir diesen Artikel vorsorglich entfernen müssen, da man uns nahe- gelegt hat, dass wir sonst mit Konsequenzen rechnen müssen!
(10.11.2014)

 

 

 

Ein Begriff gewinnt wieder an Bedeutung

Schon mehrfach tauchte der große Begriff „Heimat“ in unseren Artikeln auf. In einer neuen Veranstaltungsreihe (siehe Artikel „Heimat“), bekam dieser Begriff im Kaminzimmer des Klosters Marienfeld nun 90 Minuten Zeit. Und jene, die dabei waren, haben sicherlich festgestellt, dass dieser Begriff es verdient hat.

Der Begriff „Heimat“ hat sicherlich Höhen und Tiefen durchlebt und befindet sich im Moment wieder auf dem Weg zu neuen Höhen. Der Bürger verbindet wieder mehr „wertvolle“ Dinge mit diesem Begriff und setzt sich neuerdings selbstbewusst mehr zur Wehr, wenn es gilt „Heimat“ zu beschützen.

In unserem Fall möchten wir unsere Heimat vor „politischer Willkür“, vor „poli- tisch halbgaren Ideen“, vor „politisch blindem Aktionismus“ beschützen (click). Aber es hat sich gezeigt, dass wir unsere Heimat ein bisschen auch vor uns selber schützen müssen. Viele Bürger „reflektieren“ heutzutage Maßnahmen gar nicht mehr so, wie sie es eigentlich verdient hätten. Gerade das Thema „Stadtplanung“, ein Thema, dass Heimat sehr stark langfristig prägt, beeinflusst und ggf. auch zerstört, benötigt Reflektion und nicht nur einen isolierten Blick durch die Brille von „Wachstum“ und „Arbeitsplätze“.

Und in Gesprächen mit Vertretern der Politik gibt es vereinzelt (leider nur vereinzelt!) auch ein „Erkennen“, so dass wir hoffen und motiviert weiter machen.

Von Mund zu Mund

Das Thema „Auf den Middeln“ spricht sich natürlich im Ort herum. Und hier und da schnappt man „interessante“ Aussagen unser im Moment nicht bei allen so beliebten Politiker auf. Interessanterweise (oder, besser gesagt, vernünftigerweise) scheinen sich SPD, UWG und GRÜNE etwas zurück zu halten, während Politiker aus den Reihen der CDU „irritierende“ Sprüche absondern.

Heißt es doch aus den Reihen der CDU z.B.

– „Mit eurer Klage verzögert ihr das Verfahren nur.“ oder

– „Die Klage macht das Ganze nur teurer.“ oder

– „Dieses Bürgertreiben vertreibt das Gewerbe.“

Wir finden es schon sehr irritierend, wenn Politiker aus einer „christlichen“ Partei scheinbar den Bezug zu ihren „Nächsten“, den Bürgern, verlieren bzw. verloren haben. Wir können uns auch nicht daran erinnern, dass das „Gemeinwohl“ im Rahmen „christlichen“ Handelns dem Wohl eines Einzelnen/Starken untergeordnet werden sollte. Vielmehr wird doch auch im christlichen Handeln die „Gemeinschaft“ bzw. „Gemeinde“ im Ganzen betrachtet.

Wir möchten also jene „übereifrigen“ Politiker aus den Reihen der CDU darum bitten, ihr Handeln und vor allem ihre Aussagen an den Grundsätzen zu reflektieren, die der Name ihrer Partei, den sie so stolz tragen, dem Bürger vermittelt.

Herzlichen Dank.

„Heimat“

Wir haben bereits öfter den Begriff „Heimat“ in unseren Artikeln verwendet. Sicherlich zurecht, auch wenn es für viele vielleicht nur ein „Bauchgefühl“ ist.

Wer den Begriff vom Kopf her ein bisschen hinterfragen möchte, hat just morgen (24.10.) hier in Harsewinkel (click) die Gelegenheit. Die NW hat bereits vor einiger Zeit (click) über diesen Termin berichtet, aber es gibt sogar eine eigene WebSeite (click) für die „Marienfelder Klostergespräche“ in deren Rahmen der Begriff erörtert werden soll.

Das ein Begriff, wie „Heimat“, Thema eines ganzen Abends ist, zeigt aber auch, wie dieses Thema scheinbar wieder an Bedeutung gewinnt, nicht zuletzt durch die Ignoranz von Stadtplanern.

Leserbrief

Am 15.10. stand folgender Leserbrief in der NW:

2014-10-17_NW_Leserbrief

(Neue Westfälische, 15.10.2014)

O-Ton eines Bürgers

„… Zunächst Hausaufgaben nicht gemacht, Steuergelder verschwendet, schlechte Stadtplanung, Bürger belächelt und erst nach der Pleite vor Gericht Bürger Beachtung schenken. Es kot.. mich an. …“

Ein Artikel mit Tiefe

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle von unserer Initiative in Richtung NEUE WESTFÄLISCHE. Der heutige Artikel setzt sich im Gegensatz zur „Harsewinkeler Stadtplanung“ (siehe Text „Nicht zu fassen“) mal ordentlich und konstruktiv mit dem Sachverhalt auseinander.

Und den dortigen „Zwischenruf“ von Meinolf Praest sollte unbedingt jeder Interessierte mal lesen, heißt es da doch u.a.
„…Rat und Verwaltung haben ihre Hausaufgaben nur schludrig gemacht. Es muss substantiell nachgebessert werden, und zwar zum Wohl der Anlieger.“

Das sollte sich jeder Bürger unserer Stadt mal ganz genau durch den Kopf gehen lassen, wie „schludrig“ an manchen Stellen mit unserer Heimat, mit unserem Zuhause umgegangen wird, für stures Wachstum, für EIN Unternehmen, für ein paar Arbeitsplätze.

Besonders interessant ist dabei das (Totschlag-) Argument „Arbeitsplätze“. Wenn einem Politiker keine Argumente (mehr) einfallen, wenn er nicht (mehr) über einen Sachverhalt nachdenken möchte, dann greift er eben auf dieses diffuse Argument zurück. Und leider übernehmen das dann nicht wenige Bürger einfach unreflektiert, weil sie auch nicht so viel Zeit in dieses Thema stecken möchten bzw.  können?

Die „Qualität“ der Arbeitsplätze, die „Sicherheit“ der Arbeitsplätze, die „Nachhaltigkeit“ der Arbeitsplätze und manchmal sogar auch die „Anzahl“ der Arbeitsplätze spielen nicht selten eine untergeordnete Rolle.

Besonders erschreckend im Zusammenhang mit diesem Argument beim Thema „Auf den Middeln“ ist, dass selbst die vielen neuen Ratsmitglieder des Harsewinkeler Stadtrats scheinbar unreflektiert u.a. diesem Argument ihrer (erfahreneren?) Parteikollegen gefolgt sind.

Was ist das denn für eine Ratsarbeit?

Oder ist da wieder der „Fraktionszwang“ am Werk, den es ja eigentlich in den Harsewinkeler Fraktionen gar nicht gibt (aber zumindest bei der CDU scheinbar sehr ausgeprägt auffällt)?

Wir sind sehr gespannt, wie es hier weiter geht.